„Der Fall des Monats“ - Kurioses aus dem Anwaltsleben

Created date: 2017-12-18

 

Herr S., ein Mann mittleren Alters, fährt bei „gelb“ über die Haltelinie einer Kreuzung – und es blitzt! Der Rotlicht-Blitzer hat ihn erwischt, obwohl es noch gar nicht rot war!

Darüber ärgert er sich dermaßen, dass ihn dies den ganzen Tag über nicht mehr loslässt. Noch abends im Bett beschäftigt ihn diese Ungerechtigkeit so sehr, dass er nicht in den Schlaf findet.

Außer sich vor Wut steht Herr S. spät abends auf, nimmt seine Leiter und einen Hammer und begibt sich auf den Weg zu dem Blitzer. Dort angekommen, steigt er auf die Leiter und schlägt so lange auf den Rotlicht-Blitzer ein, bis dieser in Scherben liegt.

Da spüren jetzt wohl viele von uns eine gewisse Sympathie, Genugtuung und eine gehörige Portion Mitgefühl, seien Sie ehrlich!

Noch am Tatort wird Herr S. allerdings von der Polizei aufgegriffen und bedauert sofort das Geschehene.

Ein teurer Spaß! Die Stadt verlangt von ihm rund 5.000 € Schadensersatz, davon über 3.000 € Verdienstausfall“, die der Stadt aufgrund des achttägigen Ausfalls der Anlage entgangen sein sollen.

Außerdem ist wahrscheinlich auch noch eine Geldstrafe in dem noch laufenden Strafverfahren wegen Sachbeschädigung der Anlage zu erwarten.

 

Wir schildern hier echte Fälle aus unserer Kanzlei. Der jeweilige Mandant wurde zuvor gefragt, ob er mit einer anonymen Veröffentlichung seines Lebenssachverhaltes einverstanden ist. Wir unterlassen jegliche Angaben, welche einen Rückschluss auf die Identität ermöglichen könnten.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!